Deutsch

Das Fach Deutsch am AAG – einige Schlaglichter

Neben dem stundenplanmäßig ablaufenden Unterricht wollen die Deutschlehrer den ihnen anvertrauten Kindern auch den Blick hin zur Welt des Buches und Theaters weiten oder oft auch erst eröffnen. So besuchen die Deutschlehrer in jedem Schuljahr mit ihren Klassen und Kursen Theateraufführungen und öffentliche Autorenlesungen im Regensburger Raum; daneben bietet die Schule ihren Schülern auch die Möglichkeit, selbst Theater zu spielen: in den Theatergruppen um Herrn Dr. Schramm (Mittel- und Oberstufe) und Herrn Kunzendorf (Unterstufe). Immer wieder versucht das Lesungsteam, bestehend aus Frau Gietl, Frau Seeleitner und Frau Stadlbauer, interessante Autoren zu Autorenlesungen an das AAG zu holen und so den Schülern die unmittelbare Begegnung mit „Schreibenden“ zu ermöglichen.

Um anregende Theatererfahrungen noch besser fördern zu können, ist das AAG vor einigen Jahren eine Theaterpartnerschaft mit den städtischen Bühnen eingegangen. In diesem Zusammenhang bietet das Stadttheater neben einer Vorabinformation über den Spielplan des jeweils folgenden Theaterjahres auch Kontaktgespräche mit Theaterpädagogen an.

Positive Resonanz erfährt das Gymnasium im Allgemeinen und das AAG im Besonderen auch durch die sogenannten „Kleeblattveranstaltungen“, die sich an die Lehrer des vierblättrigen „Kleeblatts Grundschule, Mittelschule, Realschule und Gymnasium“ wendet: Lehrer aller vier Schulformen erhalten so die Gelegenheit, in Unterrichtsbesuchen einerseits der vierten (Grundschule) und dann der fünften Jahrgangsstufe (Mittelschule, Realschule und Gymnasium) die Konsequenzen des Übertritts auch für ihre Schulform zu reflektieren. Unisono berichten fast alle Grund-, Mittel- und Realschullehrer im Anschluss, dass ihnen gerade ein Unterrichtsbesuch eindrücklich vor Augen führe, besonders wissbegierige und leistungsfähige Schüler an einer eigenen Schulform, dem Gymnasium eben, zu fördern. Auch für das AAG und seine Schüler sind diese Veranstaltungen im Übrigen wichtig, da sie den Lehrern den Blick schärfen, wie man grundsätzlich für das Gymnasium geeignete Schüler gerade sprachlich noch besser bilden könne (Koordination: Frau Herrmann).

Uwe Kölbel

Das Fach Deutsch am AAG und sein Beitrag zur Bildung (aus dem LehrplanPLUS)

Deutsch ist ein Leitfach gymnasialer Schulbildung. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Bildungsziele des Gymnasiums und zur Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler bis zur Allgemeinen Hochschulreife. Wichtig ist dieser Beitrag, weil im Mittelpunkt des Faches ein unabdingbares Zeichen des Menschseins steht: die Sprache. Sprache ist und bleibt das zentrale Mittel der Verständigung in unserer Lebenswelt. Das Beherrschen von Sprache in Wort und Schrift ermöglicht Selbstbestimmung, Welterschließung, Toleranz und Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Geschehen der Zeit.

Der Deutschunterricht am Gymnasium strebt die Erweiterung, Differenzierung und Vertiefung der sprachlichen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler an. Sie begreifen und gebrauchen die deutsche Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium und Gegenstand des Denkens. Darüber hinaus leitet der Deutschunterricht an zu Kritikfähigkeit und Selbstreflexion. Er verhilft den Lernenden dazu, Fantasie auszubilden und Problemstellungen kreativ zu lösen.

Das Fach Deutsch schult die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit und hat so Teil an der ästhetischen Bildung. Es stärkt die Erlebnisfähigkeit sowie die Kreativität und leitet zu angemessenem Verhalten an. Literarische Texte und die ihnen innewohnenden Herausforderungen sind in besonderer Weise geeignet, Hilfestellung bei der Selbstfindung zu leisten und Verständnis für andere Positionen und Perspektiven zu fördern. Die Auseinandersetzung mit Werken aus unterschiedlichen Epochen und Kulturkreisen ist Kerninhalt des Faches und vermittelt Grundmuster menschlicher Erfahrungen, Zugänge zu verschiedenen Weltsichten und Kulturen sowie literarisches Überblickswissen, eine wichtige Grundlage für die Teilnahme am kulturellen Leben.

Der Deutschunterricht am Gymnasium befähigt zum geistigen Arbeiten, indem er Techniken des Wissenserwerbs und der Wissensverarbeitung weitergibt, die in Schule, Studium und Beruf von zentraler Bedeutung sind: das Verstehen und Verfassen von schriftlichen und mündlichen Texten, das sichere Umgehen mit Medien sowie das zielgerichtete Anwenden von Methoden. Am Ende der Gymnasialzeit verfügen die Schülerinnen und Schüler somit über differenzierte sprachlich-literarische und kommunikative Kompetenzen, die literarische Bildung und kulturelles Wissen einschließen. Die Lernenden sind mit Methoden geistigen Arbeitens und vielfältigen Formen sprachlichen Ausdrucks vertraut und schätzen den Wert von Literatur. Das Fach Deutsch am Gymnasium vermittelt somit Fähigkeiten, die für alle Fächer der Schule, das Studium, die Berufsausbildung und erfolgreiches, wertebezogenes Handeln im Beruf und in der Gesellschaft erforderlich sind.

Der Deutschunterricht am Gymnasium ist integrativ angelegt und seit jeher auf Kompetenz­erwerb ausgerichtet. Langfristigkeit und Nachhaltigkeit, bewusste Bewältigung situationsgebundener und anwendungsbezogener Aufgaben, Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, Individualisierung und fächerübergreifendes Arbeiten verlangen vom Deutschunterricht eine enge Vernetzung der verschiedenen Teilbereiche des Faches. Deutschunterricht muss integrativ erfolgen, um einerseits adäquat an die bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen und andererseits diese in Hinblick auf die Bewältigung kommender Anforderungssituationen konstruktiv auszubauen. Sinnvolles Üben und die Ausbildung von Routinen, insbesondere beim Verfassen und Überarbeiten eigener Texte, haben hierbei eine zentrale Bedeutung.

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